Die vieldiskutierte Rohstoffknappheit bezieht sich nicht nur auf seltene Erden. Auch Sand, oder Kies werden als Baustoffe immer knapper und begehrter – und damit teurer. Wir brauchen in Deutschland und in Bayern mehr Wohnraum und eine bessere Infrastruktur, deshalb soll mehr gebaut werden, so die Forderungen in der Politik und in der breiten Öffentlichkeit. Ohne hochwertige Primär- oder Sekundärrohstoffe lässt sich das nicht umsetzen.

Natürliche Rohstoffe werden knapp

Die Zeiten sind definitiv vorbei, dass wertvolle Baustoffe oder Bodenaushub, die zum Beispiel bei Abbruch- oder Erdarbeiten entstehen, in einer Kiesgrube mehr oder minder achtlos entsorgt werden. Heute geht es darum, dass diese Sekundärbaustoffe wieder in den Stoffkreislauf der Bauwirtschaft zurückgeführt werden. Das schont natürliche Ressourcen, reduziert den Flächenverbrauch, spart lange Transportwege, ist ein aktiver Beitrag zu Klima- sowie Umweltschutz und senkt sogar die Baukosten für den Bauherrn – Sekundärbaustoffe sind preiswerter als Primärbaustoffe!

Großer Rohstoffbedarf heute und in Zukunft

Der Rohstoffbedarf beträgt allein in Bayern jährlich ca. 150 Millionen Tonnen. Dieser wird derzeit gedeckt durch die Primärbaustoffe Sand und Kies, durch gebrochene Natursteine und zu rund 13 Prozent (Stand 2024) durch Recyclingbaustoffe (=Sekundärbaustoff).

Die Firma Obermeier baut derzeit bis zu 80.000 Tonnen Kies und Sand in der eigenen Kiesgrube ab. In den vergangenen fünf Jahren haben wir als Ausgleich für den Flächenverbrauch durch den Kiesabbau in der direkten Umgebung mehr als 20.000 Laubbäume gepflanzt.

Wenn es bei diesen Mengen bleibt und keine neuen Abbaugebiete erschlossen werden können, ist unser natürliche Reservoir in Zolling / Abersberg in etwa 10 bis 15 Jahren erschöpft. Manche Kieswerke können schon heute nicht mehr produzieren, weil ihnen keine Abbauflächen mehr zur Verfügung stehen. Lange Genehmigungsverfahren (zur Erlangung einer Abbaugenehmigung oder -erweiterung) mit unklarem Ausgang und fehlende Grundstücke begrenzen oftmals die Verfügbarkeit der Kiesvorkommen.

Ein eigenes Bild vom Stand der Technik bei der Fa. Obermeier machten sich 2025 v.l.n.r. Uwe Gerlsbeck (1. Bürgermeister von Kirchdorf), Inhaber Josef Obermeier und Ehefrau Christine „Milla“ Obermeier sowie der Stimmkreisabgeordnete Christian Moser (Mitglied des deutschen Bundestages / CSU). Foto: Elisabeth Obermeier

Gibt es Alternativen zu Primärbaustoffen? Ja: Recyclingbaustoffe!

Wird heute ein Gebäude abgerissen, landet ein Großteil des Boden- und Aushubmaterials sowie des Bauschutts als Füllmaterial in den Kiesgruben. Diese wertvollen Rohstoffe sind damit unwiederbringlich verloren und zudem wird Kippraum in den Gruben gebunden.

Heute wissen wir: Mineralische Abfälle sind wertvoll und meistens noch sehr gut brauchbar, wenn sie professionell sortiert und aufbereitet werden. Das Wegwerfen von Rohstoffen muss unbedingt eingedämmt werden. Dabei sind wir alle in der Verantwortung, wenn Nachhaltigkeit keine leere Worthülse bleiben soll. Um die mineralischen Rohstoffvorkommen und gleichzeitig Kippraum zu schonen, ist es dringend nötig die Aufbereitung und das Recycling von Boden und Bauschutt im Trocken- und Nassverfahren voranzutreiben und mehr hochwertige, zertifizierte Recyclingbaustoffe auf den Markt zu bringen. Unser Fazit: Je mehr Sekundärbaustoffe produziert werden, um so weniger Boden und Bauschutt müssen unwiederbringlich verkippt werden – und umso weniger Primärbaustoffe wie Sand und Kies müssen abgebaut werden.

Firma Obermeier: Wir können Baustoffrecycling

Stellt sich die Frage: Warum machen wir dann so wenig Baustoffrecycling? Die Antwort: Es liegt nicht am Wollen oder Können. Das Familienunternehmen Obermeier hat auf dem eigenen Betriebsgelände in den vergangenen Jahren in eine hochmoderne und leistungsstarke Maschinen- und Anlagentechnik für die Nass- und Trockenaufbereitung von Baustoffen investiert. Qualifiziertes Personal für das Betreiben unserer Anlagen steht bereit und unser Team wird kontinuierlich durch Schulungen und Fortbildungen auf dem aktuellen Wissensstand gehalten.

Wir bei der Firma Obermeier sind bereit! Unsere neue Nassklassieranlage ist technisch bereits so ausgestattet, dass wir mit ihr zusätzlich zu Sand und Kies auch Boden und Bauschutt nass aufbereiten könnten. Das Ergebnis wären hochwertige, zertifizierte Sekundärbaustoffe, die den Rohstoffmangel lindern.

Selbstverständlich werden nur geprüfte, güteüberwachte und zertifizierte Recyclingbaustoffe wieder in Verkehr für technische Bauwerke (Erd- und Tiefbau, Straßen- und Wegebau, Hochbau, Garten- und Landschaftsbau) gebracht. So erfüllen die Firma Obermeier mit ihrer Qualitätssicherung garantiert die geltenden gesetzlichen Vorgaben im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (§7 KrWG) sowie der Ersatzstoffbauverordnung (EBV).

Um das Projekt Baustoffrecycling ökologisch „rund“ und nachhaltig zu machen, streben wir an, dass die gesamte Maschinentechnik in der Kiesgrube mit selbst produziertem grünen Strom betrieben wird. Die Photovoltaik-Freiflächenanlage soll deshalb in den nächsten Jahren Schritt für Schritt weiter ausgebaut und für den Eigenverbrauch genutzt werden. Auch hier läuft bereits die Projektierung zur Nutzung des eigenen Ökostroms.
Unser Ziel: Über professionelles Recycling nahezu CO2-neutrale Baustoffe zu produzieren und auf den heimischen Markt zu bringen, um die nachhaltige Versorgungssicherheit in unserer Region zu sichern.

Regionale Wirtschaftskraft

Das Familienunternehmen Josef Obermeier investiert aus Überzeugung in unserer Region Freising:

  • Starke Betriebe im Landkreis Freising verbessern die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Kommunen wesentlich.
  • Leistungsfähige Unternehmen in der Region sorgen für gut bezahlte Arbeitsplätze, Wohltand und Zufriedenheit.

  • Zusätzlich unterstützen wir aus Überzeugung seit vielen Jahren Vereine und Bedürftige in der Region Freising, z.B. SpVgg Zolling, VfR Haag, SVA Palzing oder die Lebenshilfe in Freising.
  • Wir fördern Integration und Zusammenhalt, z.B. mit der Aufnahme geflüchteter Menschen, Begleitung bei der Ausbildung bis hin zur Integration in den regionalen Arbeitsmarkt.

Das Genehmigungsverfahren: Von der Nassklassieranlage zum Profi für Baustoffrecycling

Dass die Nassklassieranlage der Firma Obermeier noch nicht vollständig läuft, liegt an aufwändigen Genehmigungsverfahren und zahlreichen Behördenterminen, die koordiniert und absolviert werden müssen.

Hier sehen Sie in Kürze den aktuellen Stand auf dem Weg zur Genehmigung unserer modernen Baustoffrecyclinganlage:

Baustoffrecycling in den Medien:

Sehen Sie hier einen Beitrag zum Thema Rohstoffe aus dem Bayerischen Fernsehen (BR) vom 20.11.2025, in dem auch die Fa. Obermeier nach ca. 6 Minuten zur Wort kommt: